Bei Ereignissen mit Personenschäden wird die Rettungsdienstleitstelle je nach dem Ausmaß der Schadenslage, alle zur Verfügung stehenden eigenen Rettungsmittel alarmieren und einsetzen. Foto: A. Zelck / DRK e.V.
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Der DRK-Betreuungsdienst

Ein Unglücksfall trifft Menschen auf unterschiedliche Weise. Wenn Autofahrer in eisiger Kälte stundenlang im Stau stehen, ein Haus abbrennt, eine Flut ganze Lebensgrundlagen zerstört, sind die Betroffenen, auch wenn sie vielleicht nicht verletzt wurden, dennoch auf Hilfen wie Verpflegung, Unterkunft, Pflege oder Bekleidung angewiesen. Der Betreuungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes hilft Menschen in Not mit dem, was sie am dringendsten benötigen.

Auf alles vorbereitet

Der DRK-Betreuungsdienst ist auf die unterschiedlichsten Notsituationen vorbereitet. Auf lokaler Ebene können die freiwilligen Helfer in kürzester Zeit bis zu 500 Menschen mit Essen und Trinken versorgen, Notunterkünfte und Kleidung zur Verfügung stellen. Für die psycho-soziale Betreuung der Betroffenen sind die Ehrenamtlichen ebenfalls geschult. Der Vorteil: In Großschadensfällen können sie auf das professionelle Netzwerk des Deutschen Roten Kreuzes zurückgreifen, und Hilfe aus dem ganzen Bundesgebiet bekommen.

Erdbeben-Einsatz des Betreuungsdienstes

1978 war der Vorgänger der heutigen Einsatzeinheiten, der Rot-Kreuz-Hilfszug II des Kreisverbandes Esslingen, nach einem Erdbeben am Zollerngraben zum Verpflegungseinsatz nach Albstadt abkommandiert worden.

Die 20 Helferinnen und Helfer der DRK-Verpflegungsgruppen Esslingen, Zell und Sielmingen gaben innerhalb von drei Tagen 7.613 Portionen an Obdachlose und Einsatzkräfte aus. Dabei wurden sieben Tonnen Lebensmittel verarbeitet.

Unter Leitung von Bereitschaftsleitung Heinz Abele, der schon beim Erdbeben in Udine (Italien) Erdbebenerfahrungen gesammelt hatte, und Innendienstleiter Volker Kalmbach war auch das DRK-Sielmingen mit 6 Helfern im Einsatz.

Hochwasser-Einsatz des Betreuungsdienstes

Im August 2002 sind sie aus dem Krisengebiet zurückgekehrt: erschöpft, aufgewühlt und voller neuer Erfahrungen. Die Rede ist von den Einsatzkräften des DRK-Filderstadt, die eine Woche lang im sächsischen Oschatz aktive Hilfe leisteten.

Oberbürgermeister Dr. Bümlein hatte den Stein ins Rollen gebracht. Ein Anruf bei seinem Amtskollegen in Oschatz offenbarte die Notlage der Menschen aus den Überschwemmungsgebieten. 

Es fehlte insbesondere an Decken und Schlafmöglichkeiten. Auch die Verpflegung und Betreuung der Betroffenen bereitete erhebliche Probleme.

Am Morgen vom Oberbürgermeister informiert, waren bereits am Abend die Fahrzeuge gepackt und die Hilfskräfte alarmiert. Am nächsten Morgen war der erste Hilfskonvoi  gen Sachsen unterwegs.

Nach einer ersten Lagebesprechung vor Ort wurden weitere Einsatzkräfte und die Feldküche des DRK-Sielmingen alarmiert und rückten daraufhin ins Einsatzgebiet vor.